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Dietrich Schnabel
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Konzert 18.April 2010
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Wenn Sie außer Sopran und Altblockflöte mindestens noch Tenor oder Bass spielen, sich für eine ganztägige Veranstaltung am Sonntag von 10 - 18 Uhr Zeit nehmen können und Lust haben, regelmäßig in einem großen Orchester (ca. 90 bis 100 Teilnehmer) unter der Leitung eines erfahrenen Dirigenten zu spielen, dann sind Sie hier richtig.

Probentermine:
           

 2010    19. September
             21. November  

2011      6.   Februar
             13.  März
             29. Mai 
             18.  September
             23. Oktober  

             3. und 4. Dezember Probe und Konzert

Wir musizieren im Orchestersaal der Musikschule in 74321 Bietigheim-Bissingen,
Im Schloss  Hauptstr. 81

Die Teilnahme am Blockflötentag kostet 35 €, für Schüler und Schülerinnen 20 €. Für die ca. einstündige Mittagspause kann ein gemeinsames Mittagessen (vegetarische Kost + 1 Getränk für 6.10 € + 2.40 € ) im Rossknecht gegenüber dem Veranstaltungsort organisiert werden.

Über den Besuch freuen sich: Annette Bachmann    Ulrike Diesse    Günther Mohn




Das gesamte Orchester trillert
81 Musiker auf der Bühne des Kronenzentrums in Bietigheim-Bissingen
So haben wahrscheinlich alle angefangen: als Erstklässlerin mit der so genannten normalen Flöte. Wegen der vielen Spucke hat das Instrument dann irgendwann den Geist aufgegeben und die Schülerin auch.

 Foto: Martin Kalb


Einen beachtlichen Anblick boten die 81 Flötenspieler auf der Bühne des Kronenzentrums. Foto: Martin Kalb

Beim diesjährigen Konzert des Württembergischen Blockflötenorchesters im Kronenzentrum trafen sich 81 Damen und Herren, die mit Sicherheit auf eine Jahrzehnte lange Flötenpraxis zurück blicken können.

Dietrich Schnabel, Dirigent und Gründer dieser außergewöhnlichen Formation, macht mit seinem Konzept von schönem Blockflötenklang ein Konzerterlebnis möglich, dass meilenweit von dem eher unfreundlichen Urteil über die Blockflöte abweicht. Fast die ganze Bühne ist mit Bassflöten, Großbässen und sogar dem Kontrasubbass gefüllt. Eine einzige Sopranino, der Zwerg unter den Flöten, und vielleicht zwei Sopranflöten kommen locker gegen die zahlreichen sanften Bässe an.

Mit ganz vertrauten Klängen einer Renaissance-Tanz-Suite begann der wohlklingende Abend. Eine Pavane mit zärtlicher Tiefe und weicher Fülle wurde abgelöst von einem pfeffrigen Rondo, voller Schwung und trotz hohen Alters voller Witz und Spritzigkeit.

Die Erwartung, dass so ein massiver Klangkörper doch kaum eine solche Präzision im Zusammenspiel bewältigen könnte, wurde erfreulich enttäuscht. Schnabels Orchesters ist durch ausführliche Probentage zu einem homogenen Klangkörper zusammen gewachsen, dem jede Rhythmik, jeder spontane Wechsel der Figuren gelingt.

Nach einer allgemeinen Wanderung aller Beteiligten zu anderen Instrumenten und Plätzen gab es gleich den Kontrast: Colin Touchins "Manchester Welcome", eine Komposition aus dem Jahr 2003 anlässlich eines großen Treffens mit drei bis vierhundert Spielern. Rhythmisch aufregend, mit spannenden Dissonanzen, erlebten die Zuhörer, was mit dieser unglaublichen Instrumentenfamilie so alles möglich ist.

Ein besonderer Leckerbissen von Altmeister Giovanni Gabrieli, posthum herausgegeben, ließ noch einen Blick zu auf die wunderbaren Klänge des Frühbarock, um gleich darauf mit dem "Zibaldone", zu deutsch Sammelsurium, wieder im musikalischen Heute zu landen. Vorn am Bühnenrand befand sich der kurzfristige Parkplatz, an dem die verschiedensten Flöten nach jedem Stück Platz und Spielerin wechselten. Der Dirigent nutzte die Gelegenheit jeweils, um hochinteressante Informationen zu geben.

Nach den berühmten englischen Kontratänzen erlebten die Zuhörer genau das, was eigentlich nur für sinfonisches Orchester bekannt ist: die große Sinfonie. Der Komponist Steve Marshall, eigentlich Buchhalter und Autodidakt auf dem Saxofon, hat irgendwann seine Liebe zum tiefen Blockflötenklang entdeckt. Inzwischen reist er als Spieler, Komponist und Dirigent in der Welt herum und gilt als sehr gefragt. Seine Sinfonie Nr. 3 hatte ganz klassisch vier Sätze und bot viele Überraschungen. Das ganze Orchester machte dabei einen spektakulären Flötentriller wie aus einem Instrument. So was hatte man noch nie gehört.

Die Zugabe hatten sich vor allem die Spielerinnen gewünscht: ein kleines Stück ihres Leiters - ein Zirkusmarsch auf die Töne BEG. Das Publikum, das trotz Schnabels Erwartungen in der Zahl doch weit die Menschen auf der Bühne übertraf, war von dem Klangerlebnis hoch begeistert.

Irene Schmidt-Makowiec            Hier der Text als download  

WBO 2010 2.pdf


Wir danken der Bietigheimer-Zeitung dafür, diesen Artikel veröffentlichen zu dürfen.


Dies ist das Plakat unseres ersten Konzertes.

Wenn Ihnen etwas besonders gut oder aber gar nicht gefällt, schreiben Sie mir.
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